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„Carrie“ – ab dem 22. August kommt das hervorragende Stück wieder ans First Stage in Hamburg

Foto: Dennis Mundkowski

Das Stück ist sicherlich den meisten als Roman von Stephen King aus dem Jahre 1974 bekannt, welches ihn weltberühmt machte. 1988 kam der Roman als Musical (Michael Gore-Musik, Dean Pitchfort-Texte und Lawrence D. Cohen-Buch) auf den Markt, u. a. lief es am Broadway – allerdings nur drei Tage lang, da Investoren ihr Geld zurückzogen und somit wurde es einer der größten Flops. Dies kann man, sieht man sich die Inszenierung (Felix Löwy) in Hamburg an, gar nicht nachvollziehen. Allerdings muss man auch sagen, dass das Stück zwischenzeitlich einige Mal überarbeitet worden ist. Es ist mehr Drama und Thriller, statt Horror, den man erwarten würde, der sich aber vielleicht schlechter umsetzen lässt. Dennoch bekommt der Zuschauer die beklemmende Atmosphäre des Stücks, welches das aktuelle Thema Mobbing und die Folgen davon aufgreift, gut zu spüren. Carrie (Eva Schütz) ist, nicht zuletzt durch die strenge und sehr religiöse Erziehung ihrer Mutter Margaret (Maya Hakvoort), eine Außenseiterin, die gemobbt wird und die keine Freunde hat. Zu Hause wird sie immer wieder mit dem Glauben ihrer Mutter an Gott und den Teufel konfrontiert, muss auf die Knie gehen und beten, wird eingesperrt und wird in dem Glauben erzogen, nicht so zu sein, wie alle anderen jungen Mädchen auf ihrer Schule. (weiterlesen …)

Premiere der konzertanten Version von „Chess“ am Musiktheater in Linz

© Sakher Almonem

Am 08.06.2019 feierte unter großem Jubel die konzertante Version von „Chess“ (Andersson/Rice/Ulvaeus) unter der musikalischen Leitung von Tom Bitterlich seine Premiere am Musiktheater in Linz. Linz konnte schon mit der konzertanten Version von „On the town“ überzeugen und legt mit „Chess“ nochmals einen Schlag drauf. Das Stück ist sicherlich vielen bekannt, es lief in den letzten Jahren an mehreren Theater im deutschsprachigen Raum. Es geht um die beiden Schachspieler Anatoly Sergievsky, der für die UdSSR gegen den Titelverteidiger Freddy Trumper aus den USA antritt. Es geht nicht einfach „nur“ um das Spiel Schach – in der Zeit des Kalten Krieges steht hinter dem Schach viel mehr, als nur ein Zeitvertreib – es geht hier um Politik. Und um Liebe. Da sind Svetlana Sergievskaya, die Ehefrau von Anatoly und Florence Vassy, die nun mit ihm zusammen ist, nachdem er politisches Asyl im Westen bekommen hat. Und um Abkommen. Wird Anatoly absichtlich bei der nächsten Schachweltmeisterschaft verlieren, damit Svetlana eine Chance bekommt, ihren totgeglaubten Vater wieder zu sehen? Außen vor steht die Schiedsrichterin, die sich um das korrekte Einhalten der Regeln kümmert. (weiterlesen …)

„Lazarus“ mit Musik von David Bowie hatte am 18.05. Premiere am Stadttheater Bielefeld

© Joseph Ruben

Für Fans von David Bowie ist dies Stück sicherlich genau das Richtige: Bekannte Songs werden in dem zwei stündigem Stück (ohne Pause) zum Besten gegeben, mit dabei zum Beispiel „The Man who sold the world“, „Changes“ und „Heroes“. Nikolaj Alexander Bruckner spielt Newton, der aus dem Weltall auf diese Welt gekommen ist und ein karges Leben führt, beziehungsweise führen muss, denn er kann nicht sterben (hier ist eine Verbindung zu dem 1976 erschienenen Film „Der Mann, der vom Himmel fiel“ von Walter Tevis, in dem Bowie Thomas Newton spielte). Das Musical (spartenübergreifend Musik und Schauspiel), welches Bowie kurz vor seinem Tode vollendete (Buch: Enda Walsh), ist aber keine leichte Kost und wahrscheinlich auch nicht für den durchschnittlichen Musicalbesucher, der ein paar vergnügliche Stunden im Theater verbringen möchte, gemacht worden. Dennoch gab es bei der Premiere standing ovations und neben skeptischen Besuchern, die keinen Bezug zu dem Stück aufbauen konnten, auch viele sehr begeisterte Zuschauer im Publikum. (weiterlesen …)

„Carrie – das Musical“ im Theater First Stage Hamburg vom 17.06.-15.07.2019

Carrie – das Musical.

Nach dem Roman von Stephen King.

Satan lauert überall! Davon ist jedenfalls Margaret White überzeugt und macht ihrer Tochter Carrie das Leben zur Hölle. Das unterdrückte Mädchen ist das perfekte Opfer für ihre Mitschüler und wird zum ständigen Ziel von Hohn und Spott. Dem hat die
16-Jährige nichts entgegenzusetzen und flüchtet sich in Rachefantasien – bis sie eines Tages feststellt, dass ihre Fantasien wahr werden…

Für Carrie gibt es ein reales Vorbild in Stephen Kings Kindheit: Ein Mädchen im Schulbus, neben dem niemand sitzen wollte. Als Schulbus soll ein umgebauter Leichenwagen fungiert haben – kein Wunder, dass die Fantasie des jungen Stephen King angeregt wurde. Carrie ist das erste veröffentlichte Werk des US-amerikanischen Bestseller-Autors und machte ihn weltberühmt. Doch während das Buch Kings Ruf als ´King of Horror` begründete, legt die Musicaladaption den Fokus auf die Ängste und Unsicherheiten der pubertierenden Teenager, die in Mobbing ein Ventil finden. Das Ergebnis ist eine hoch emotionale Geschichte, die keinen Zuschauer ungerührt lassen wird, ohne dabei die Spannungselemente der literarischen Vorlage zu vernachlässigen. „Es wird die Leute vor Spannung in die Sitze drücken“, verspricht auch Produzent und Theaterdirektor Thomas Gehle. (weiterlesen …)

„Jesus Christ Superstar“ kommt vom 30.04.-05.05.2019 nach Berlin!

Ob Klassiker des amerikanischen Musiktheaters oder Songs zeitgenössischer Aufführungen, die nach ihrer Premiere den Status ikonischer Welthits der Filmmusik erlangten – vielfältige Klänge des Genres finden sich in diesem Konzert wieder.

Visuelle Unterstützung erfahren die Stücke durch die choreografische Arbeit von Santiago Bello, welche die Atmosphäre des klassischen Broadway Theaters bezeichnend reflektiert: Die Einheit des Zusammenspiels von Musik, Körper und Bewegung in phänomenaler Ausleuchtung. Hierbei bedient sich die Choreografie an zwei Stilsystemen – Broadway und Contemporary.

Dank der Kooperation mit Jan Stokosa erklingen die Werke von Genre-Ikonen wie Leonard Bernstein, Gerge Gershwin, Andrew Lloyd Webber oder Tom Kitten in neuartigen Arrangements. Die von Stokosa in Sorgfalt und Präzision ausgearbeiteten Neuauflagen ermöglichen dem Zuschauer dennoch ein Wiedererkennen der Original-Hits. Alle Songs werden von einer Band, bestehend aus erster und zweiter Geige, Bratsche, Cello, Kontrabass, Bassgitarre und Perkussion, unter Anleitung Jan Stokosas live aufgeführt.

Als eine der wichtigesten Rockopern der Zeitenwurde die Ursprungsinszenierung 2016 uraufgeführt und von Zuschauern und Kritikern als herausragend befunden. Demgleich erfreute sich auch die Wiederaufnahme des Stücks in den Jahren 2017 und 2018 großer Beliebtheit, sodass die Vorstellungen Monate vor der jeweiligen Erstaufführung ausverkauft waren. Die Handlung basiert thematisch auf den Vorkommnissen der letzten Woche im Leben Jesus Christus, präsentiert sich dabei sowohl einnehmend und bewegend als auch modern und originell. Große Gefühle und Hingabe speisen sich aus Stimme und Tanz talentierter junger Darsteller. Die Urheber der Inszenierung, Vokalist Jakub Wocial und Choreograf Santiago Bello, entführen das Publikum mittels einer außergewöhnlichen Energie der Frische und Bühnen-Scharfsinn. Sie schaffen ein rührendes Spektakel, geleiten den Zuschauer dabei in eine Welt starker Gefühle und nicht minder persönlicher Impressionen. Durch den Fokus auf Musik, stimmliche Interpretationen, eindrückliche Choreografien und bewegende Symbollandschaften wird einem jeden Zuschauer ermöglicht, seine persönliche Botschaft in der Geschichte zu finden.

Cast:

Jakub Wocial (Jesus Christ Superstar, Les Misérables, The Phantom of the Opera, RENT, Rebecca, Tanz Der Vampire, nominated to the best musical performer 2017 and 2018)

Sebastian Machalski (Jesus Christ Superstar, Queen Tribute)

Natalia Piotrowska (Legally Blonde, Women on the verge of a nervous Breakdown, Jesus Christ Superstar)

Tickets gibt es bei eventim.de, ticketmaster.de

 

„Sugar – Manche mögen’s heiß“ am Stadttheater Münster

Foto: Oliver Berg

Seit dem 23.02.2019 zeigt das Theater Münster im Großen Haus in einer Inszenierung von Ulrich Peters die Musical-Komödie „Sugar- Manche mögen’s heiß“, die sich sehr nah an dem Film aus dem Jahre 1951 orientiert. Vielen jüngeren Zuschauern wird der Film eventuell nichts sagen, aber ein Besuch lohnt sich dennoch auf alle Fälle. Es geht im Jahre 1929 in Chicago um Sugar Kane, die als Sängerin in der Frauen-Band „Society Syncopators“ singt und die sich, nach einigen Reinfällen mit der Männerwelt (sie fühlt sich immerzu von Männern am Kontrabass angezogen, die dann aber nicht halten, was sie versprechen), nach einem Partner sehnt: Am besten reich, mit eigener Yacht und Brillenträger. Dann gibt es noch Joe (Saxophonist) und Jerry (Kontrabassist), die auf der Suche nach einem Job sind und durch Zufall Zeuge eines Mordes wurden. Nun müssen sie sich so schnell es geht aus dem Staub machen, bevor Gamasche (Jason Franklin) und seine Gangster die beiden erwischen und umlegen. Die Lösung ist bald gefunden: Sie verkleiden sich als Frauen und bekommen den Job in der Band, in der auch Sugar singt und die nach Florida/Miami reist. Dort beginnt ein Verwirrspiel, denn beide Musiker haben ein Auge auf Sugar geworfen, so dass einer von beiden sogar zu einem Trick greift, um ihr Herz zu gewinnen. Ebenfalls wird Sir Osgood Fielding, ein älterer Millionär, auf eine der beiden „Frauen“ aufmerksam und versucht sein Glück bei ihr. Spannend wird es, als Gamasche und seine Leute im Hotel auftauchen, wo die Band spielt und Joe und Jerry erkennen. Wie alles endet kann man noch bis zum 11.07.2019 in Münster erleben. (weiterlesen …)

„Catch me if you can“ am Staatstheater Nürnberg – Ein kurzweiliges, schnelles Musical mit erstklassiger Besetzung

Foto© Pedro Malinowski

Am 06. Oktober 2018 feierte das Stück unter der Regie von Gil Mehmert am Staatstheater Nürnberg Premiere. Uraufgeführt wurde es bereits 2011 am Broadway, sein Debüt in Europa fand 2013 in Wien statt. Vielen wird der Film aus dem Jahre 2002 etwas sagen, bei dem Spielberg Regie führte und man Leonardo DiCaprio für die Rolle des Frank Abagnale Jr. gewinnen konnte. Das Stück handelt von eben diesem Frank, der durch Scheckbetrug, Dokumentenfälschung und als Hochstapler Geschichte schrieb. Es fängt damit an, dass Abagnale zu Weihnachten Schecks von seinem Vater, Frank Abagnale Sr. (Dirk Weiler), bekommt, die er mit Hilfe von Messer, Tusche und Klebstoff manipuliert. Das Musical bezieht sich auf die realen Geschehnisse des 1948 in NY geborenen Frank Abagnale und ist an sein Leben angelehnt. Es ist erstaunlich, wie Abagnale, in der Nürnberger Inszenierung hervorragend von David Jakobs gespielt, sich jahrelang in diversen Berufen wie zum Beispiel Pilot und Arzt behaupten kann, ohne aufzufliegen. Immer auf der Spur ist ihm Agent Carl Hanratty, der für das FBI arbeitet, dem Abagnale aber immer einen Hauch voraus ist, sogar dann, wenn sie direkt aufeinander treffen – das ganze Musical ist als Rückblick in einer live Show gestaltet. Pelzer spielt Hanratty grandios, man erkennt, wie sehr Hanratty davon besessen ist, Abagnale zu schnappen und dass er ein korrekter Diener des Rechts ist („Brich kein Gesetz“). (weiterlesen …)

Scandalööös… Normal ist anders – Am 22./23. und 25. Januar im Theater Drehleier

Peter John Farrowski –  Normal ist anders

Genau, normal ist bei Peter John Farrowski ganz anders…. Nicht vom Tellerwäscher zum Millionär, sondern vom Orchestermusiker zur singenden Rampensau…. und der Weg dahin verlief kreuz und queer!

Als Orchestermusiker im Frack fühlte er sich irgendwie nicht wohl, so ohne Glimmer, Pailletten und Federboas. Hätte doch so eine rote Boa gut zum Frack gepasst. Aber aussehen wie ein Pinguin unter Hundert Anderen kam für P.J. Farrowski nicht in Frage. (weiterlesen …)

Die Peter Kreuder Story Seine Münchner Zeit – Am 18./19.01.2019 im Deutschen Theater München

Die Peter Kreuder Story
Seine Münchner Zeit – „Sag´ zum Abschied leise „Servus“

„Der letzte Tag meines Lebens soll sehr schön gewesen sein“ – mit diesem Satz begann Peter Kreuder in den frühen 70er-Jahren seine Autobiographie.
Es ist schwer vorstellbar, dass der letzte Blick zurück auf ein Leben wie seines nicht schön gewesen ist. Als wohl berühmtester deutscher Komponist der Moderne dürfte ihm Tristesse fremd gewesen sein. Er wusste sicher auch: Dieses Lebenswerk ist für die Ewigkeit. 2019 wäre Peter Kreuder 114 Jahre alt geworden. (weiterlesen …)

„Ein Amerikaner in Paris“ in Linz – Ein insgesamt gelungenes Musical mit großartigen Künstlern und phantastischen Tanzszenen

© Barbara Pálffy

Das Musical von den Geschwistern George und Ira Gershwin (Musik und Gesangstexte) wird seit dem 25. November 2018 am Landestheater Linz gespielt und hat bis zum 09. Mai 2019 noch elf weitere Vorstellungen, die alle schon ausverkauft sind. Es ist das erste Mal, dass das Musical in deutscher Sprache auf die Bühne kommt (allein die Songs sind auf Englisch; das Buch stammt von Craig Lucas). Das Stück kann mit phantastischen Tanzszenen und einer perfekten Besetzung begeistern (Gernot Romic als Jerry Mulligan und Myrthes Monteiro als Lise Dassin).

Für alle, die den Inhalt des Stücks noch nicht kennen: Jerry ist ein ehemaliger US-Soldat, dem zufällig die hübsche Lise begegnet und daraufhin beschließt, in Paris zu bleiben. Er verliert sie wieder aus den Augen, bis er sie zufällig beim Ballett wieder sieht, wo ihn sein Freund und dortiger Klavierspieler Adam Hochberg (Christof Messner) mit hinnahm, damit Jerry die Tänzerinnen zeichnen kann. Nun verguckt sich ebenfalls Adam in Lise. (weiterlesen …)